Mittwoch, 23. April 2014

power2max für Campagnolo 11speed. Soll ich bestellen?


power2max Kurbelgarnitur Campagnolo 11speed
Es ist der Trend. Es ist die öffentliche Meinung. Es ist der Gruppendynamik. Und es ist wohl die letzte Chance die eigene Leidensfähigkeit am Rennrad im bereits gesättigtem Alter zu verbessern. Das wattgesteuerte Training.

Eigentlich hinke ich hinterher, denn schätzungsweise jeder vierte Rennradfahrer hat bereits so ein Ding. Egal ob es jetzt die Garmin Vector oder Polar Look Keo Pedale, die SRM Kurbel, das Stages System oder power2max sind. Ohne Watt geht wohl nichts mehr. Pulsgesteuertes Training ist old school und ineffizient.

Von knapp € 700 Euro (Stages - aber nur für Shimano) bis zu über € 3.000 (SMR) verschlucken diese Wunderdinge der Technik. Sehr viel Geld. Aber in Anbetracht dessen, was man sonst noch so alles ausgibt, kann in diesem Sport nichts teuer genug sein.

Wer die Wahl hat, der hat auch die Qual. Zum Glück ist die bei mir jetzt nicht wirklich groß. Einmal das Budget und ein anderes mal die Technik. Zwei Faktoren, welche mein Auswahl einschränken. SMR ist mir zu teuer, stages passt für meine Campa nicht und die Pedalsysteme sollen (was man so liest) noch nicht ganz ausgereift sein. Also bleibt nicht mehr viel übrig. power2max you are the one!

Ab Mai 2014 gibt es dieses System ja auch für Campagnolo 11fach. Warum also nicht? Ja. Warum nicht! Ich bin kurz davor zu bestellen. Vorerst muss ich mich aber noch etwas schlau machen. Denn wie immer liegt der Hund im Detail begraben. Lochkreise, Kurbellängen, Kettenblätter, Lagerschalen, Innenlager ... alles nicht so einfach. Alles muss genau passen. Alles muss vorher festgestellt werden. Ich weiß es nicht auswendig. Muss also meine Princess of Pain etwas durchläuchten. Kompakt, 110 mm Lochkreis, Record Ultra-Torque Lagerschalen, 172,5 mm Kurbellängen. Würde ich jetzt mal schätzen. Da ist ja die Wahl des Farbringes ja ein Kindergeburtstag. Wenn ich jetzt noch Rotor Q-Rings in meine Überlegungen einbeziehen würde ... gute Nacht.

Stolze € 1.690,-- darf das ganze dann kosten. Zuzüglich der Arbeitsstunden für den Einbau. Denn selber kann ich das bestimmt nicht. Erstens habe ich die Geduld nicht und zweitens fehlt mir das Spezialwerkzeug. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie Roland W. mir letztes Jahr am Balkon vom Hotel in Fiera di Primiero mit seinem Mega Drehmomentschlüssel das Linksgewinde geöffnet hat. Nein danke.

Das soll es mir wert sein. Muss es auch. In Verbindung mit meinem Garmin EDGE 500 mit Ant+ freue ich mich schon auf das was mir der Computer anzeigen wird. Auch wenn ich noch nichts bestellt habe. Aber ich bin knapp davor.

Ob ich über den Einbau bloggen werde? Wenn es interessiert ja.


Und weil ich ja beim Überlegen bin: Ich spekuliere meine Kompaktkurbel auf 52/36 upzugraden. Ganz im Sinne von Kette rechts. Mit 11/25 hinten vielleicht gewagt für die hohen Berge der quaeldich.de Tauernrundfahrt oder den Ötztaler Radmarathon. Da muss ich dann wohl mit einem neuen Ritzelpaket aushelfen. Aber da bietet mir Campagnolo bei der Record Titan "nur" ein 12/27 an - was optisch ein paar Posing-Punkte kosten würde.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Dienstag, 22. April 2014

Die Villacher Alpenstrasse. 16,5 km und 1.200 HM.

Aller Anfang ist schwer. Vor allem bie 16,5 km bergauf.
Ostermontag. Ganz Österreich sonnt sich im österlichen Hoch. Ganz Österreich? Nein. Ein kleines Bundesland im Süden trotzt diesem Trend und präsentiert sich feucht und kühl. Nicht die besten Voraussetzungen für ein Radtraining. Auch weil der Ostersonntag nicht viel besser war. Und der Karsamstag auch nicht. Scheiß drauf. Dachte ich. Scheiß drauf. Tat ich. So muss Training. Womöglich werde ich dann noch zum Weichei.

Seit Jahren urlaube ich und trainiere ich in Kärnten. Noch nie habe ich die Villacher Alpenstrasse in Angriff genommen. Dies sollte sich heute ändern. 16,5 km bergauf mit einer maximalen Steigung von 10%. Genau das Richtige. Will ich ja in knapp einem Monat bei der Tour de Kärnten mitfahren. (Die Betonung liegt auf mitfahren - und darüber bloggen).

Eine detaillierte Beschreibung des Anstieges findet man auf der Seite von quaeldich.de. Ich selber bin um warm zu werden gleich von Klagenfurt über die nasse Süduferstraße bis Selpritsch, dann die  Ironman Strecke über Rossegg bis zum Anstieg zum Faaker See gefahren. Danach Teile der Rad WM-Strecke von 1987 über den Grosssattel. Insgesamt  waren es 131 km und knapp 2.000 Höhenmeter - mit einer kleinen Zusatzrunde retour durch die Villacher Innenstadt vorbei an Wernberg Richtung Velden und Kehrwende am Nordufer da dieses gesperrt war wieder Richtung Velden und Süduferstraße). Bei durchschnittlich 11 Grad. Maximaltemperatur laut Garmin 16 Grad. Mindesttemperatur 7 Grad. Das war wohl oben am Berg, wo ich vor lauter Nebel fast nicht einmal meine Nasenspitze sehen konnte.

Es war kalt. Es war nass. Und es war anstrengend. Mich und meine Princess of Pain hat es richtig eingewässert. Auch meine neuen Sidi Wire Carbon haben ihre Regentaufe bestanden und ihre Jungfräulichkeit im Trockenen verloren. Live goes on.

Am Berg war ich allein. Ich denke zwei Autos sind mir entgegengekommen, eines hat mich überholt und oben am Berg waren ein paar Kinder mit Ihren Eltern und Rodeln. Sonst tote Hose. Knapp 60 Minuten für mich und meinen Gedanken. Diese galten hauptsächlich der Sorge nicht einzufrieren bei der Abfahrt. Meine Handschuhe hatte ich nicht mit. Durchnässt war ich sowieso schon. Schweiß, Spritzwasser und leichter Regen haben sich gut vertragen. Zum Glück war auf der Abfahrt die Straße abgesehen von den Schmelzwasser Rinnsalen halbwegs trocken. Dafür dann ab Villach nicht mehr. Es schüttete wie aus Kübeln. Und sind einmal die Zehen nass ist das wurscht. Erinnerungen kamen hoch. An den Ötztaler Radmarathon 2013. Und an bike4dreams 2013. Regenfahrten haben ihren eigenen Charme. Charakterbildend. Materialschädigend. Ich hoffe der Sommer kommt bald.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Km 3. Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt Villach.

Km 10. Ein Selfie muss sein.

Km 13. Willkommen im Restwinter.

Km 13. Frühling? Bitte keine Scherze.

Km 15. Die letzte Kehre.

Km 16,5. Ein natürlicher Radständer.

Km 16,5. Im Nebel kein Blick zum Gipfel.

Der Dobratsch. Irgendwo dort hinten im Nebel.
Altschnee und ein wenig Neuschnee auf 1.600 m.

Selfie Nummer 2.



Dienstag, 15. April 2014

Testbereicht Canyon Ultimate CF SL

Das Canyon Ultimate CF SL mit Shimano Ultegra
Mallorca 2014. Es ist schon wieder eine Weile her. Und zwischenzeitlich bin ich meine Princess of Pain auch wieder geritten. Ein guter Zeitpunkt also, um über das Canyon Ultimate CF SL zu sagen, was ich zu sagen habe.

Das Wichtigste vorweg. Nach 10 Tagen Canyon hat mir der (Wieder)Umstieg auf mein Pinarello sofort spüren lassen, was ich vermisst habe. Steifigkeit.

Das Canyon Ultimate CF SL ist ein gutmütiges Rad. Im Vergleich (ich muss den Vergleich zum Dogma2 anstellen) sehr komfortabel. In Verbindung mit den Mavic Ksyrium Elite und dem eingebauten Alu-Lenker für Mallorcas Straßen eine Traumkombination. Auch wenn es bereits nach wenigen Kilometern ganz schön knackte. Speziell im Wiegetritt bergauf. Unangenehm. Ich konnte die Ursache nicht finden und irgendwann war es mir egal.

Bei einem Listenpreis von € 2.199,- in der Ultegra Version muss ich sagen, dass das Rad vom Preis Leistungsverhältnis ohne weiteres empfohlen werden kann. Optisch ist der schwarz matte Lack sehr schön. Auch wenn er sehr empfindlich ist. Jeder Schweißtropfen ist erkennbar. Auch nach der Kärcher Behandlung. Und das isotonsiche Gemisch aus meinem Trinkflaschen war auch kaum zu übersehen. Am Ober- und am Unterrohr.




Ich habe mich für eine Größe M entschieden. Und das war auch die richtige Entscheidung. Oberrohr und Vorbau kurz, dafür Sattel schön weit draußen. Insgesamt war ich mit einer Überhöhung von 10 cm plus unterwegs. Außer nach der 7 1/2 Stunden Ausfahrt hatte ich keine nennenswerten Beschwerden.

Besonders hervorheben möchte ich den Sattel. Ein Fizik Antares. Zugegeben hatte ich bis dato gar keine Erfahrung mit dieser Marke. Mein Allerwertester saß und sitzt auf Selle Italia (SLR und SLS). Der Fizik hat mich überzeugt. Über 1.000 km ohne Probleme. Natürlich war auch meine Ketterechts Hose dafür verantwortlich (!). Ein gutes Polster zum erschwinglichen Preis. Kann man käuflich erwerben. Hier. Den Fizik kann ich empfehlen. Sicher ein guter Kompromiss zwischen Preis und Funktion. Kostet Liste € 199, und ist etwas breiter als die Top Modelle von Fizik, wie der Detailtest vom Tourmagazin verdeutlicht.


Alles in allem hat sich das Canyon im Mallorca Alltag sehr gut bewehrt. Zügig nach vorne (nicht wie gewohnt steif und spritzig), wendig in den Abfahrten und leicht bergauf (wenn auch etwas laut im Wiegetritt). Die engen Kehren rund um die Abfahrt von Coll de Sa Bataia nach Selva waren kein Problem. Das Canyon hielt mein Gewicht stand und die Spur treu.

Über Shimano Ultegra muss ich ich nicht viel schreiben. Für mich als Campagnolo Heavy User eine deutliche Umstellung. Ständig suchte ich mit dem Daumen den Hebel um die Gänge hochzuschalten. Vergebens griff ich ins Leere. Im Vergleich zu Campa liegen die Hebel von der Ultegra sehr mächtig in der Hand. Die Ergopower Griffe von Campa sind dazu zierlich und grazil. Die Ultegra kommt optisch schon sehr wuchtig daher. Schalten und Bremsen waren die ganzen 10 Tage keine Hexerei. Sowohl im Trockenen als auch im Nassen. Ich habe ja alles immer brav gepflegt. So als wäre es mein Rad. Mehrmals gewaschen und täglich die Kette geputzt und geölt. Nichts Unübliches - außer man hat ein Mietrad.

Die Mavic Ksyrium Elite sind für mich die besten Allround Laufräder die es gibt. Sorry. Most Wildcat (verwende ich am Dogma im Winter und im Regen). Optisch sehr schön mit der Alu Innenseite und den flachen Speichen, rollen und rollen und rollen sie. Hatte ich auch schon. Schade, dass ich diese hergegeben habe.

Fazit: Für € 2.199,- neu und für € 200 für 11 Tage bekommt man mit dem Ultegra Ultimate CF SL ganz schön viel Carbonrad. Wüsste kein vergleichbares Rad in dieser Ausstattung zu diesem Preis. Für mich wäre es ein gutes Zweit- oder Winterrad. Denn Canyon hat schon ganz andere Kaliber im Stall. Aber kein Pinarello. Somit bleibe ich bei meiner Princess of Pain.

Sollte ich aber keine € 9.000,- für ein Pinarello Top Modell haben, könnte ich bei Canyon möglicherweise schwach werden. Selbstverständlich nur mit Campagnolo Super Record.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Samstag, 12. April 2014

Vienna City Marathon - Wir Läufer als Melkkühe?

Diesmal blogge ich noch bevor der Marathon für mich zu Ende geht - wie auch immer dieses Ende aussehen wird. Grund ist ein Trend, den ich gestern bestätigt bekommen habe. Läufer sind mittlerweile die Melkkühe der gesamten Sport- und Veranstaltungsmaschinerie (eigentlich wollte ich Mafia schreiben - aber das würde viel zu weit gehen und nicht ganz stimmen. Maximal in Metaphern gesprochen. Nein. Auch das wäre zu weit gegriffen. Bleiben wir bei den Fakten.)

Als ich gestern Freitag im Expo Gelände des Vienna City Marathon meine Startnummer abholen wollte, wurde ich von Security Agenten daran gehindert die Expo zu betreten! Ich solle mich anstellen, wie viele andere auch. Ich denke es waren an die 100+. Blockabfertigung. Wie im Sommer vor dem Tauerntunnel am Weg in den Süden. Oder in einem belegten Parkhaus. Zwei Leute raus, zwei Leute rein. Natürlich habe ich mich nicht angestellt. Ich stelle mich grundsätzlich nirgends an. Vor allem dort, wo ich dafür bereits für eine Leistung bezahlt habe. In Zeiten der Online Registrierung müsste zudem eine persönliche Abholung der Startnummern nicht mehr notwendig sein. Auch wenn das für die Expo den Todesstoß bedeuten könnte. Egal. Das ist nicht das Thema.

Später (ich bin ein zweite Mal zur Expo gegangen - in der Zwischenzeit war ich laufen und Bahnfahren; mir wäre sonst langweilig gewesen) habe ich mit ein paar Ausstellern auf der Expo gesprochen. Diese waren auf die Organisation angefressen, weil man die Leute daran gehindert hat, die Expo zu betreten. Man hätte die Blockabfertigung im letzten Teil der Halle - dort wo die Starnummern ausgegeben werden - durchführen können. Denn dieser Bereich war sowieso abgeriegelt wie Fort Knox in seinen besten Zeiten. Nur mit ausgedruckter Anmeldebestätigung durfte dieser Bereich betreten werden. Genauestens kontrolliert von den Security Menschen. Dafür war es dort gespenstisch still und leer. 300 m2 für nichts. Zwei gekennzeichnete Eingänge. Zwei gekennzeichnete Ausgänge.

Ich holte mir meine Startunterlagen. Fühlte mich dort allein. Aber sehr wohl. Die Startunterlagen bestanden aus einem Erste Bank Sparkassen Running Sackerl. Einem Hervis Prospekt, einem Spakasse Running Prospekt, 4 Sicherheitsnadeln, einer frisch ausgedruckte Startnummer (habe ich nur gegen Vorlage meines Ausweises bekommen) und einem Gutscheinheft für mehr oder weniger nutzlose Dinge. Egal. Der Ordnung halber erwähne ich, dass ich dafür € 98 bezahlt habe. Goodies? Fehlanzeige. Samples? Fehlanzeige. Sonst noch was? Fehlanzeige.

Und dann ist noch zu erwähnen, dass für die Kaiserschmarrn Party (gab es vor Jahren direkt am Messegelände) extra € 9 für das Essen und € 3,50 für ein Getränk zu zahlen sind. Im Voraus. Angemeldet. Im Rathaus. Super Location. Toll. Festlich. Mehrere UBahn Stationen von der Expo. Gut für die Wiener Linien. Denn Gratis Ticket für Marathonis gibt es nicht. Nicht einmal am Wettkampftag. War früher anders. Das weiß ich. Auf Anfrage eines Kollegen ob das gehen würde (wieder), meinten die Wiener Linien "Ja, wenn du (!!!) uns einen Sponsor bringst." Einen Sponsor für eine Stadt, die den Marathon sponsert bzw. unterstützt. Ein geniales Geschäftsmodell. Eigentlich sehr gescheit. An die 20.000 Läufer mal € 2,10 für eine Fahrt sind € 42.000,- an möglichem Umsatz. Wer will schon darauf verzichen. Und sollten ein paar Schwarzfahren, dann füllt sich die Kasse noch mehr. Vorausgesetzt, man ist so dreist und verstärkt die Kontrollen.

Ich will jetzt nicht unfair sein. Nachfrage bestimmt das Angebot. Und niemand verpflichtet mich in Wien zu laufen. Außer ich mich selber. Solange es Läufer geben wird, die sich melken lassen, wird es Veranstalter geben, die Teilnehmer melken werden. Und die Gruppendynamik trägt ihren Rest dazu bei. Das fällt mir auf der Expo immer auf. Da wird geshopped auf Teufel komm raus. Als ob jeder Läufer keine Schuhe zu Hause hätte. Oder Bekleidung. Oder Riegel. Oder Gels. Am besten fand ich gestern den Stand von PowerBalance. Da gab es Ketten und Armbänder statt um € 49,90 um sagenhafte € 10,-. Ein Schnäppchen. Und ein Andrang. Aufgefallen ist mir auch, dass es außer Bananen und Äpfel von SanLucar sonst im Vergleich zu den letzten Jahren, sehr wenig zu schnorren gegeben hat. Kellogg's Gratis Müsli habe ich vergebens gesucht.

Bleibt nur zu hoffen, dass morgen alles gut läuft. Dass das Wetter passt. Die Beine schnell sind. Und ich meine gesteckten Ziele erreiche. Dann kann ich mich freuen und anfangen zu sparen. Für eine Anmeldung 2015. Denn wie heißt es so schon: Mitgegangen. Mitgefangen. Mitgegangen.

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: Wenn morgen jeder, der Kompressionssocken auf der Expo gekauft hat diese beim Marathon auch tragen wird, dann wird das ein Kompressionssockenlaufspektakel der Sonderklasse. Ach hätte ich diese Sockenidee gehabt.

Donnerstag, 10. April 2014

Mallorca 2014. Mein Trainingslager.

Basecamp. Bucht von Pollentia.
Eigentlich hätte ich heuer keines gebraucht. Ein Trainingslager. Die Bahnsaison war so was von genug (Kilometerangaben spare ich euch hier und jetzt) und der frühe Frühling hat mir sogar genug Freiluftausfahrten erlaubt. Aber gebucht ist gebucht. Und so flog ich mit dem Targettrainer Wolfgang Ermeling und einer elitären Auswahl an Mädels und Jungs von Trirun Linz & Friends zehn Tage auf die Insel. Unser Basecamp war der Resort Club Pollentia zwischen Alcudia und Port de Pollenca. Diesen Club kann ich mit reinem Wissen und Gewissen empfehlen. Auch wenn er mir etwas zu viel Massenabfertigung war. Ich schätze mal an die 800 - 1000 Betten (wenn nicht mehr). Alle belegt. Mit Triathleten. Unter anderem waren auch Raelert-Brothers Andreas und Michael vor Ort um ein Ironman Camp zu betreuen. Dass beide zusammen dünner sind als ich im Ganzen habe ich ja schon auf auf meiner Facebook Seite gepostet. Ein Trend im Triathlon?

Der Club Pollentia besticht mit vielen kleinen Villen und großzügigem Areal. Die Räder dürfen mit auf die Zimmer genommen werden. Alle Zimmer mit Balkon und mächtig HD TV 44 Zoll aufwärts. Ein Tipp: schaut, dass ihr ein Zimmer mit Sonneneinstrahlung bekommt. Wenn es auf Mallorca regnet, dann trocknet hier nichts, weil es keine Heizungen gibt. Nur Klimaanlagen. Diese müssen dann auf 30 Grad geschalten werden und die Wäsche hängt am Ventilator. Bewährt und wenn die Wäsche gewaschen ist, auch hygienisch. Sehr hygienisch.

Das Essen im Club Pollentia ist ausreichend. Mehr als ausreichend. Frühstück wie Abendessen lassen keine Wünsche übrig. Fisch, Fleisch, Beilagen, Gemüse, Salate, Käse, Nachspeisen. Der Milchreis ein Genuss. Eigentlich kann man nicht so viel Sport machen, wie hier Essen geboten wird. Einzig der Kaffee war für mich ein Fiasko. Nicht nur im Club. Auf der gesamten Insel. Nicht trinkbar. Zumindest der Cappuccino nicht. Das war schwarzer Kaffee mit einem kleinen Milchhäubchen. Ich habe Italien vermisst. Frühstück war mehr als ausgiebig und reichlich. Das Personal freundlich. Besonders hervorzuheben ist Manuela Gonzalez. Hola Manuela.

In der Anlage gibt es zwei Radvermietungen. Den Platzhirschen Hürzeler und Balear Reisen. Beim Hürzeler gibt es Cube. Bei Balear Reisen Canyon. Wahlweiße in Aluminium oder Carbon. Ich habe mich für das Canyon UltimateCF SL entschieden. Ketterechts auf Alu ist undenkbar und unwürdig. Mit Shimano Ultegra Kompakt und Mavic Ksyrium Elite. Über das Rad werde ich extra bloggen.

Die Anlage besticht auch durch eine großzügige Badelandschaft und einem Outdoor Pool. Offiziell 25m Becken mit 6 Bahnen. Salzwasser mit Düsenströmung. Interessante Erfahrung. Das Wasser offiziell mit 28 Grad recht warm. Inoffiziell empfehle ich den Neo. Eine Reservierung der Bahnen ist Pflicht. Denn vor dem Frühstück und nach 1500/1600 ist die Hölle los. Das Becken ist nicht recht tief. Knapp 40 cm auf der einen Seite. Wendenfreaks habe hier ihr Highlight.




Der Resort Club Pollentia befindet sich direkt am Meer. Nur die Straße und ein kleiner Felsen/Sandstrand trennen das Festland vom Wasser. Direkt an der Anlage auch eine 11,5 km Laufrunde. Markiert. Und sehr beliebt. Auch wenn teilweise sehr fad. Weil man ins landesinnere rennt. Und außer Steinmauern, Kakteen und Häuser nicht viel zu sehen bekommt. Ca. 2,5 km dieser 11,6 km läuft man am Radweg entlang der Straße. In der Rush-Hour eine Harakiri Aktion. Speziell dann, wenn dir Gruppen von 10 Rennern und mehr entgegenkommen. Da ist oft nicht viel Platz für Spekulationen oder Mißverständnissen.






Ein Fitnessraum (2 Laufbänder, 2 Spinningräder und ein paar moderne Geräte), eine Sauna, ein Indoor Pool und Massagemöglichkeiten runden das Sportangebot im ****Club ab. Darüber, was ich im Trainingslager nicht sehen wollte, habe ich ja schon geschrieben.

Das Wetter? Naja. Schade, dass wir nicht verlängern konnten. Und zum Glück waren wir nicht eine Woche früher auf der Insel. Alles in allem also ganz passabel. Der erste Tag frisch. Der zweite Tag verregnet. Dann ein paar kurz-kurz Tage. Dann wieder Laufwetter. Ein nächtlicher Wolkenbruch und dann von Tag zu Tag schöner und sommerlicher. Es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur ... In meinem Koffer hatte ich exakt 23,5 kg dieser Kleidung mit.

Insgesamt konnte ich 1.073 Rennradkilometer mit 10.560 Höhenmeter abspulen. Dazu noch 3 x Koppeltraiing (!!!!!). Für mich unfassbar. Als Anti-Koppler. Ein langer Lauf über 20 km und etwas plantschen waren auch dabei. Macht in Summe 3,8/1.074/44. Nicht übel, oder? Ich hatte die meisten Radkilometer und die wenigsten Schwimm- und Laufkilometer. Rennradfahrer sind halt so.
















Triathleten sind da ganz anders. Das hat mich ja auch bereits veranlasst, Triathlon als Gemeinschaftssport in Frage zu stellen. Nachzulesen hier. Triathleten Schwimmen vor dem Frühstück. Triathleten fahren Rennrad nach dem Frühstück. Und Triathleten laufen nach dem Rennrad fahren. Das fast täglich. Und wenn das Wetter schlecht war, dann wurde gesponnen. Nicht wo wie ich. Sondern am Spinning Rad. Ich bin auch bei Regen ausgefahren. Mit Sasha und Gerald. Apropos Gerald: So wie er sich mit uns am Berg gespielt hat! Ganz schlecht für das eigene Ego. Chapeau. Hut ab.

Von den Touren her konnte ich mit Ausnahme von San Salvador, Cap de Formentor und den Coll de Söller alles fahren. Highlight war sicher der Küstenklassiker von Port d'Antratx bis nach Pollenca über den Puig Major. Neu war für mich dieses Jahr die Laktatschlacht rauf auf Randa und die Tour nach Porto Cristo sowie der Ausflug ins Landesinnere über Fellantx, Campos zürück zum Hotspot Petra. Alle Touren habe ich mit meinem GarminEDGE 500 aufgezeichnet. Gerne kann ich die Tracks weiterleiten. Einfach Kontakt zu mir aufnehmen. Mit dabei: Orient über Bunyola, die Ironman 70.3 Strecke über Pollenca zum Coll de Sa Bataia (Lluc) und die Auffahrt von Selva zum Coll de Sa Bataia (Lluc).






Es ist immer wieder ein Erlebnis. Die Insel präsentierte sich so grün wie schon lange nicht mehr. Die Vegetation voll im Saft. Und in der Serra de Tramuntana viel Wasser. Leider musssten wir auch die negative Seite der Rennrad-Masseninvasion miterleben. Ein toter Rennradfahrer. Unter einer Aludecke. Kein schöner Anblick. Helm und Radschuhe haben herausgeschaut. Sein Fahrrad in mehreren Stücken hinter der Leitplanke. Und zwei fette Bremsspuren genau dorthin, wo der Rennradfahrer gelegen ist. Dieser Anblick hat wieder mal alles relativiert. Es ist scheiß egal, wie viele Kilometer man fährt oder wie weit man laufen und schwimmen kann. Es ist schieß egal wie schnell man einen Berg hochklettern kann oder wie viel Speed man auf den Abfahrten hat. Das Wichtigste ist, am Abend heil nach Hause zu kommen.

Denkt daran.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Weitere Bilder: hier gucken.

Freitag, 4. April 2014

Trainingslager. Was ich am besten nicht sehen wollte.

Blick vom noch unberührten Esstisch.
Tag 7. Zeit eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Wetter: ok. 1 Regentag. 1 Friertag. Rest Sonne. Pensum: ok. 570 Radkilometer. 38 Koppellaufkilometer und 4 km etwas Plantschen. Essen: mehr als genug. Auch weil ich die ersten Tage die Nahrung als Durchgangsposten verbuchen musste. Oben rein. Woanders raus. Auch wieder oben.

Es ist aber auch Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was ich in nächsten Trainingslager nicht mehr sehen möchte. Weil es für mich so fremd ist. Und meine Neigung zum Fremdschämen sehr stark ausgeprägt ist. In den letzten Tagen ist mir sehr viel zu Augen gekommen. Bitte nicht falsch verstehen. Es ist allein meine persönliche Meinung und Empfindung. Nachfolgende Liste ist rein zufällig und entspricht nicht einer Rangreihung oder Klassifikation.

  1. Aero Helm am Rennrad. Auf Mallorca. Im April. Gesehen. Schlimm.
  2. Kompressionssocken am Rennrad.
  3. Unrasierte Beine. Ja. Es gibt immer noch Rennradfahrer dieses Spezies. Und es gibt die Spezies Punkt 2 und 3. Und sogar jene Punkt 1, 2 und 3.
  4. Rahmen und Lenkertaschen am Rennrad. Nicht eine. Nicht zwei. Teilweise sogar drei davon.
  5. Helme mit Visier. Mag im Motocross oder MTB coll bzw. in sein. Aber am Rennrad?
  6. Völlerei. 80% essen am Buffet mehr als sie jemals in der Trainingswoche verbrennen können. 
  7. Ehrgeiz . Unter 3 Einheiten pro Tag bist du kein würdiger Gesprächspartner. Unter Triathleten.
  8. Pausenverweigerung. Die Plaza in Petra ist ein Muss. Egal ob noch Schwimmen oder Laufen am Plan steht. Ein Muss! 
  9. Triathlonschuhe am Rennrad. Wohin das Auge reicht. Ok. Hier drücke ich ein Auge zu. Weil ich im Triathlon (ja. auch ich mache ab und zu einen Triathlon - mit meinem Rennrad. Unterlenkerhaltung) Rennradschuhe benutzte.
  10. Gruppenwindschattenlutscher. Es gibt auf Mallorca Individualtouristen. Die sterben auf Ihren Ausfahrten. Gegen den Wind. Und gegen Ihren Optimismus. Diese sehen herannahende Gruppen als Strohhalm, vielleicht doch noch rechtzeitig zum Abendessen heimzukommen. Ihre Devise: Anhängen und Lutschen. Diese Spezies ist sehr gefährlich. Das beste Gegengift ist dann meistens eine Tempoverschärfung.
  11. Traininspläne. Diese sind unsozial. Der eine das. Der andere dies. Und am besten alles zusammen. Hintereinander. Ruhetag am schönsten Tag. Lange Ausfahrten bei Scheißwetter. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber ein Trainingsplan ist manchmal sturer als ein Esel.
  12. Statistiken. Gesprächsthema Nummer ein sind Statistiken und Wettkampfergebnisse. Und Zeiten. Und Statistiken. Und Wettkampfergebnisse. Und Zeiten.
  13. Angst. Angst vor Höhenmetern. Da gibt es auf der Insel so schöne Bergstraßen (eh nur zwischen 5 und 8 Prozent Steigung) aber der Trainingsplan (siehe Punkt 11) verhindert das. Weil ja das Pumperl zu schnell schlagen könnte.
  14. Jammern. Zu kalt. Zu nass. Zu steil. Zu schnell. Zu heiß. Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur der falsche Ort zum falschen Zeitpunkt. Das mit der falschen Kleidung stimmt natürlich auch. 
  15.  Doping. Das Thema ist allgegenwärtig. Man weiß  Bescheid. Man hat Bücher gelesen. Man weiß, wer was wann wo nimmt oder genommen hat. Man weiß was wann wo nutzen würde. Man weiß wo man was bekommen könnte. Aber keiner nimmt es. Und das ist gut.
Mal sehen was ich in den restlichen Tagen noch erlebe.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Montag, 31. März 2014

Triathlon. Kein Gemeinschaftssport?

2er Reihe aus der Sicht von Triathleten. 
Aus gegebenen Anlass. Dieser Blogbeitrag. Ich habe den Titel so gewählt, weil ich mir derzeit auf Mallorca meine Gedanken darüber mache. Genau zu diesem Thema. Womöglich könnten wir alle darüber Stunden/Tage/Monate lang diskutieren. Was ich auch tue. Beim Abendessen. Hier. Womöglich habe ich den falschen Titel gewählt. Wenn ja, verzeiht es mir.

Aus gegebenen Anlass. Ich bin mit weiteren 25 (hoffe niemanden vergessen zu haben) Triathleten hier auf Mallorca auf Trainingslager. Mitgehangen, mitgefangen. Gut. Das ist ja nicht das Thema. Super Location. Super Organisiert. Von Wolfgang Ermeling - dem Target Trainer. Zehn Tage nach Lust und Laune trainieren - und nach Plan. Auch den hat uns Wolfgang zur Verfügung gestellt. Bunt gemischt. Mit Schwimmen (beheiztes Pool), Rad fahren und Laufen. Wo? Im Club Pollentia.  Dort wo auch Triathlon Ikone wie die Raelert Brüder trainieren. Übrigens habe ich beide hier auch getroffen. Zusammen sind die zwei schmäler als ich allein. Bedenklich. Aber auch nicht das Thema.

Das Thema ist heute hochgekommen, weil wir eine Ausfahrt in der Gruppe gemacht haben. Die zweite. Nach der ersten vor zwei Tagen hat sich die Gruppe ja bereits gesplittet. Was ja auch nicht das Thema ist. Denn es gibt halt verschiedene Leistungsniveaus. Und Interessen. Gut so.

Zurück zur heutigen Ausfahrt. Acht Individualisten in einer Gruppe. Kann das gut gehen? Es ging nicht gut. Nicht immer. In Summe ja. Aber der Hund steckt ja wie jeder weiß im Detail. Hauptsächlich im Kreisverkehr, in den Steigungen, bei den Stopp-Tafeln. Aber der Reihe nach.

Gefahren wurde wie so üblich in einer Zweierreihe. Theoretisch. Denn Praktisch war es eine Zweier-Dreier-Vierer-Kreuzundquer-Ganzlanggezogeneeinser-Reihe. Je nach Lust und Laune jener, die die Gruppe anführten. Und schon sind wir jetzt beim Thema. Natürlich bin ich jetzt keiner, der andere belehren muss bzw. will. Aber ich habe meine eigene Sicherheit in der Gruppe da und dort gefährdet gesehen. Weil wir einfach zu unkoordiniert unterwegs waren. Ich möchte jetzt aber trotzdem ein paar Erfahrungsregeln zum Thema Fahren in der Gruppe hier niederschreiben.

_der Chef (wer auch immer es es, meistens jener, der die Strecke kennt) hat das Sagen
_der Chef deutet früh genug Abzweigungen (links und rechts) an
_der Chef deutet an, wann und wo man einen Kreisverkehr verlässt
_der Chef gibt auch das Tempo vor
_der Chef schaut, ob jeder in der Gruppe das gewählte Tempo halten kann
_der Chef erteilt am Berg die Freigabe für die Bergfexen und Kletterer
_der Chef zeigt Stopptafeln an und hält auch bei diesen (und die ganze Gruppe dann auch)
_der Chef zügelt die Speedjunkies, wenn sich die Gruppe auf mehrere Kilometer auseinanderzieht
_der Chef pusht die Gruppe, wenn sich diese an einem Hügel auf 2 m zusammenpfercht
_der Chef holt Cola und Proviant im nächsten Supermarkt. Ok - das ist Wunschdenken.
_der Chef kann auch Führungsabwechslung verordnen

Habe da sicher ein paar Sachen vergessen - aber es sollte reichen um halbwegs Disziplin in ein radelndes Rudel hineinzubringen.

Das bedeutet aber auch, dass sich all jene, die jetzt nicht der Chef sind, unterordnen müssen und können. Und hier liegt wohl der springende Punkt. Können das Triathleten? Können das diese Alphatiere? Gute Frage. Und das eigentliche Thema. Wenn nicht, dann kann man ja statt der Gruppenausfahrt ein Einzelzeitfahren machen. Mit Minutenstart (oder mehr) und Windschattenverbot.

Das Fahren in der Gruppe sollte harmonisch sein. Eine Mischung aus allen anwesenden und mitfahrenden Leistungsklassen. Das Fahren in der Gruppe ist kein ständiges zupfen. Gut das kann man einbauen - aber dann sollte es jeder auch im Voraus wissen. Das Fahren in der Gruppe ist auch keine Ziehharmonika oder ein Morse Zeichen. Lang. Kurz. Lang. Kurz. Das Fahren in der Gruppe ist, das Tempo des Vordermannes zu halten. Beine rausnehmen am Hügel kann schief gehen, wenn der Hintermann voll weitertritt. Fahren in der Gruppe heißt mit Handzeichen vieles zu signalisieren. Den Wiegetritt. Das Schneuzen auch Rotzen genannt. Das Essen holen aus der Trikottasche. Das aus der 2er Reihe ausscheren. Den Gullideckel. Das Schlagloch. Die Befehle des Chefs (nach hinten weitergeben).

Mein Senf zum Thema Fahren in der Gruppe. Und sollte jemand meinen ich würde mich auch nicht an alle Regeln halten, dann sage ich nur "Recht hat er". Denn auch ich verlasse die Gruppe manchmal. Am Berg. Wenn jemand Fremder meine Gruppe überholt. Das weckt in mir das Bedürfnis, das Loch zuzumachen. Soll mir verziehen werden.

Für mich gilt bei Ausfahrten in der Gruppe die Sicherheit aller als oberstes Gebot. Dann der Spass und natürlich auch der Trainingseffekt. Und eine Kaffeepause mit Cappuccino und Kuchen.

6 Tage habe ich ja noch.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts.